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Deutsche in Frankreich > Gastronomie > Pommes frites und miesmuscheln, das passt?

Pommes Frites und Miesmuscheln, das passt?

Hier in Frankreich (insbesondere in der Bretagne und Normandie) ist das sogar ein sehr populäres Gericht. Vor allem im Sommer steht „moules-frites“ auf jeder Menükarte! Aber eigentlich kommt es aus Belgien und wird sogar als belgisches Nationalgericht betrachtet, das sich aber sehr schnell auch in Frankreich verbreitet hat und heute einfach zu einem Ausflug an die Küste dazu gehört.

Miesmuscheln, die zum größten Teil im Ärmelkanal und an der Atlantikküste entlang gezüchtet und von Juni bis Dezember eingesammelt werden, bereitet man im traditionellen schwarzen Topf zu.

Viele verschiedene Varianten an moules-frites

Es gibt viele verschiedene Varianten: mit Weißweinsauce, mit Gemüsesud, mit Sahne, mariniert, mit Käse überbacken, mit Curry- oder auch Roquefortsauce, usw. Und sie sind vor allem gesund: sie enthalten viel Eisen, Magnesium, Calcium und wenig Kalorien. Aber man muss sehr vorsichtig sein, dass sie auch wirklich frisch sind, da sie wie alle Meeresfrüchte schnell schädliche Bakterien entwickeln.

Um die Wette essen

Die Restaurantkette Léon de Bruxelles hat sich sogar auf dieses Gericht spezialisiert und ist heute Marktführer mit seinen 48 Restaurants in Frankreich und einem Verbrauch von mehreren Tonnen Muscheln täglich.

Die nordfranzösische Stadt Lille wird auch als Hauptstadt der moules-frites bezeichnet: am ersten Wochenende im September feiert man dort den größten Trödelmarkt Europas, La grande braderie, wo so gut wie alle Restaurants nur moules-frites anbieten und ein großes Muschelwettessen stattfindet, bei dem der Sieger das Restaurant ist, das am Ende den größten Berg aus Muschelschalen vor der Tür hat.

Viele Franzosen organisieren auch eine soirée moules-frites mit Freunden oder gar als ganzes Dorffest, wo man oft so viele Muscheln essen kann, wie man will.

Die Essenstechnik bleibt jedem selbst überlassen

Um die Muscheln zu essen, hat jeder so seine Weise: Viele nehmen die erste Muschel mit der Gabel raus und dann die weiteren mit der Schale der ersten, oder auch direkt mit den Fingern oder gar mit dem Mund. Für viele Ausländer sind moules-frites auf den ersten Blick eine völlig unpassende Kombination, aber wer es einmal probiert hat, weiß, dass beides sehr wohl zueinander passt…

Rezept für Miesmuscheln in Weißwein

Für vier Personen:

  • 3 kg Miesmuscheln
  • 4 Schalotten
  • 200 g Möhren
  • 200 g Knollensellerie
  • 2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer
  • 1/2 l trockener Weißwein
  • 1/2 Bund glatte Petersilie,
  • 100 g Crème fraîche

Miesmuscheln putzen und gründlich waschen. Geöffnete Muscheln wegwerfen. Schalotten schälen und in Spalten schneiden. Möhren schälen, waschen und in Scheiben schneiden. Sellerie schälen, waschen und blättrig (2×2 cm) schneiden. Öl in einem Topf erhitzen, Schalotten, Möhren und Sellerie darin glasig dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Weißwein und 1/2 Liter Wasser angießen und aufkochen. Muscheln dazugeben und im geschlossenen Topf bei mäßiger Hitze ca. 8 Minuten garen.

Inzwischen Petersilie waschen, trocken schütteln, Blättchen von den Stielen zupfen und in Streifen schneiden. Muscheln auf ein Sieb gießen und Fond auffangen. Ungeöffnete Muscheln wegwerfen. 500 ml Muschelfond abmessen und mit Crème fraîche verrühren und zurück zu den Muscheln geben. Mit Petersilie bestreuen.

Und dazu gibt es natürlich Pommes frites!

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